Akne

Eiterpickel im Gesicht

Immer wieder Eiterpickel? Wir zeigen Dir, was wirklich hilft. 

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Inhaltsverzeichnis

Medizinisch geprüft von:

Dr. med. Sarah Bechstein

Fachärztin für Dermatologie

zuletzt aktualisiert am 13. Juni 2023

Wie entstehen Eiterpickel?

Da Eiterpickel mit zu den Symptomen einer gewöhnlichen Akne gehören, haben sie in den meisten Fällen hormonelle Ursachen. Zu den Auslösern zählen vor allem Lebensereignisse, die den Hormonhaushalt durcheinanderbringen können. Dazu gehört einerseits die Pubertät im Jugendalter, gleichzeitig aber auch eine Schwangerschaft, das Absetzen der Anti-Baby-Pille oder die Menopause im Erwachsenenleben. 

Sobald eines dieser Ereignisse dafür sorgt, dass sich das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Geschlechtshormonen in Deinem Körper ändert, kann es zu einem Überschuss an männlichen Hormonen (Androgene) kommen. Dieser hat zwei Auswirkungen auf Deine Haut: Die Verhornung nimmt zu, während zeitgleich mehr Talg (Hautfett) produziert wird. 

Dadurch kommt es zu Verstopfungen in den Talg-Ausflussgängen, die in Form von geschlossenen (weißen) oder geöffneten (schwarzen) Komedonen (Mitessern) sichtbar werden. Insbesondere bei den geöffneten Mitessern besteht anschließend ein erhöhtes Risiko dafür, dass sie mit Bakterien in Kontakt kommen. Das Aknebakterium (Propionibacterium acnes – P. acnes), das natürlich auf Deiner Haut vorkommt, kann so Entzündungen verursachen, aus denen unter anderem die Eiterpickel (Pusteln) und andere entzündliche Aknesymptome (z. B. Papeln, Knoten) entstehen können. 

Besonders anfällig für Eiterpickel sind deshalb vor allem die Körperstellen, an denen sich besonders viele Talgdrüsen befinden. Dazu gehören hauptsächlich die T-Zone im Gesicht (Stirn, Nase, Kinn), aber auch der restliche Gesichtsbereich (z. B. Wangen, Ohren) sowie Hals, Brust bzw. Dekolleté, Rücken und (Ober-)Arme. 

Warum entsteht der Eiter in den Pickeln?

Den Eiter in Pickeln kannst Du als Abwehrreaktion Deines Körpers verstehen – er zeigt grundsätzlich, dass gegen die Entzündung angekämpft wird. Eiter entsteht, weil der Körper Abwehrzellen des Immunsystems (Leukozyten) einsetzt, die sich gemeinsam mit dem umliegenden Gewebe und den Bakterien zu der weiß-gelblichen Flüssigkeit auflösen, sobald sie absterben

Welche Faktoren können die Entstehung von eitrigen Pickeln verstärken?

Zusätzlich zu den hormonellen Ursachen gehen Wissenschaftler davon aus, dass die grundsätzliche Veranlagung zu Akne und Hautunreinheiten auch immer ein Stück weit erblich bedingt ist. Gleichzeitig können aber auch unterschiedliche Aspekte Deines Alltags direkten Einfluss auf die Entstehung von Eiterpickeln nehmen:

  • Kosmetik- und Pflegeprodukte mit hohem Fettanteil oder komedogenen (Poren verschließenden) Inhaltsstoffen
  • Lebensmittel mit einem hohen glykämisch Index (= viele kurzkettige Kohlenhydrate)
  • Bakterien auf Textilien (z. B. selten gewaschene Bettwäsche)
  • Medikamente (z. B. bromhaltige Beruhigungs- / Schlafmittel)
  • Zigaretten (Nikotin) und Alkohol
  • Stress und psychische Belastung
  • Hohe Luftfeuchtigkeit

Diagnose: Was hilft gegen meine Eiterpickel ?

Die Ursache Deiner Eiterpickel zu erkennen und die passende Behandlung dafür zu finden, ist nicht immer einfach. Bis jetzt! Denn mit FORMEL Skin funktioniert die Hautanalyse & Diagnose ganz einfach per App. 

Erfahrene Ärzt*innen analysieren Deine Haut, stellen eine Diagnose und den passenden Behandlungsplan (inkl. Rezept) für Dich zusammen. Gegen eine einmalige Zahlung von nur 19€ erhältst Du Diagnose und Behandlungsplan innerhalb von 24h* in der App und das Privat-Rezept bequem nach Hause geschickt.

Alles, was die Ärzt*innen von Dir brauchen, sind ein paar Informationen und eine Handvoll Fotos von Deiner Haut.

*Die 24h Diagnose gilt an Werktagen. An Wochenenden und Feiertagen kann es zu längeren Bearbeitungszeiten kommen.

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Behandlung: Was kann ich gegen Eiterpickel tun?

Das Wichtigste zuerst: Auch wenn die Eiterpickel schmerzen, solltest Du auf keinen Fall versuchen, sie auszudrücken oder sogar aufzustechen. Du kannst nie sichergehen, dass keine zusätzlichen Bakterien in die offenen Stellen gelangen und riskierst schmerzhafte Folgeentzündungen. Diese können vor allem im Gesicht gefährlich werden, wenn sie sich auf umliegende Bereiche (z. B. Augen) ausweiten. 

Am besten versuchst Du deshalb, die Eiterpickel so wenig wie möglich zu berühren und lässt Dich zunächst von einem/r Dermatolog*in beraten. Da Eiterpickel in den meisten Fällen im Rahmen einer gewöhnlichen Akne auftreten, lassen sie sich sehr effektiv äußerlich mit Cremes und Gelen behandeln, die im Optimalfall individuell auf Deine Haut abgestimmt werden. Hilfreich für die Behandlung ist es zudem, wenn Du auch Deine Ernährung, Deinen Lebensstil und Deine Hautpflege-Routine an die Behandlung anpasst. In diesem Fall spricht man auch von einem ganzheitlichen Behandlungsansatz.

Eiterpickel: 5 einfache Tipps für die Behandlung

Eine dermatologische Untersuchung ist bei chronischen Entzündungen und Eiterpickeln ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu gesunder Haut. Zu einer ganzheitlichen Aknetherapie gehören dabei auch Anpassungen, die Du im Alltag vornimmst. Mit unseren 5 Tipps linderst Du eitrige Entzündung und beugst der Neubildung von Pickeln vor.

Unsere Tipps gegen Eiterpickel: 
 

  • Pickel-Tipp 1 – Berührungen & Ausdrücken: Genau wie andere Formen von Hautunreinheiten solltest Du Eiterpickel unter keinen Umständen, berühren, quetschen oder ausdrücken. Jeder Kontakt mit den Fingern verteilt neue Bakterien auf der Haut, wodurch eitrige Entzündungen verstärkt oder neu ausgelöst werden.
  • Pickel-Tipp 2 – Reinigung: Eine milde Reinigung mit einem sanften Waschgel unterstützt Deine Haut dabei, sich schneller von Entzündungen und Eiterpickeln zu befreien. Dabei kannst Du auf frei verkäufliche Wirkstoffe wie Salicylsäure oder Benzoylperoxid setzen. Gerade wenn Du regelmäßig Make-up trägst, ist es wichtig, Deine Haut gründlich von allen Rückständen zu befreien.
  • Pickel-Tipp 3  – Antientzündliche Wirkstoffe: Zu einer vollständigen Hautpflegeroutine gegen Eiterpickel gehört auch eine Behandlung mit antientzündlichen Wirkstoffen. Du bekommst sie sowohl ohne Rezept (z. B. Benzoylperoxid oder Salicylsäure) als auch auf Rezept von einem/r Ärzt*in verschrieben (z. B. Retinoide, Antibiotika).
  • Pickel-Tipp 4 – Stress: Stress und psychische Belastung können zur Entstehung von entzündeten Eiterpickeln beitragen. Auch deshalb solltest Du versuchen, Stresssituationen im Alltag zu vermeiden – unter Umständen auch mithilfe einer psychologischen Beratung.
  • Pickel-Tipp 5 – Textilien & Bettwäsche: Auf Textilien wie Handtüchern und Bettwäsche können sich Aknebakterien schnell vermehren und geraten leicht in Kontakt mit Deiner Haut. Wechsele Deine Bettwäsche deshalb mindestens einmal in der Woche, um der Neubildung von Eiterpickeln vorzubeugen.

Eiterpickel: Diagnose & Behandlung

Um die passende Behandlung zu finden, solltest Du Dir zunächst sicher sein, durch welchen Akne-Typen Deine Eiterpickel entstehen und welche Wirkstoffe am besten dagegen helfen.

Dein Vorteil bei FORMEL Skin: Das Ärztinnenteam analysiert Deine Haut direkt online und stellt die Diagnose. Indem Du unsere App herunterlädst und den Fragebogen ausfüllst, kann das Ärzt*innenteam Deine Haut über die bewährte Methode der Blickdiagnose untersuchen und auf dieser Basis den passenden Behandlungsplan zusammenstellen. Diagnose, Behandlung und Beratung kommen von Anfang an aus einer Hand.

Für eine einmalige Zahlung von 19 € erhältst Du:

  • Ärztliche Diagnose innerhalb von 24h* – ohne Termin & Telefonat
  • Arztbrief mit individuellem Behandlungsplan & Privatrezept
  • Persönliche Antwort auf Deine Fragen
  • Beratung auf Basis von Erfahrungswerten aus über 500.000 Behandlungen

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Hautpflege gegen Eiterpickel: Worauf sollte ich achten?

Mit einer angepassten Hautpflege kannst Du selbst einen wichtigen Teil zur Behandlung der Eiterpickel beitragen. Um den bestehenden Pickeln entgegenzuwirken und der Neuentstehung vorzubeugen, solltest Du vor allem darauf achten, dass alle Deine Reinigungs- und Pflegemittel folgende Eigenschaften erfüllen:

  • Keine Parfüm-/Duftstoffe (Risiko für Kontaktallergien)
  • Keine komedogenen (Mitesser verursachenden) Inhaltsstoffe (z. B. Kokosöl, Olivenöl, Acetylated Lanolin Alcohol, Isopropyl Myristate, Oleth-3)
  • Keine hautschädigenden Alkohole (z. B. SD Alcohol, Propyl Alcohol, Isopropanol)
  • Hauptsächlich dermatologisch geprüfte Inhaltsstoffe (z. B. Zink, Panthenol, Aloe Vera)
  • pH-Wert ähnlich zur Haut (pH 5 - 5,5)

 

Wirksam gegen die Eiterpickel sind die Produkte vor allem, wenn sie zusätzlich komedolytische (Mitesser auflösende) Wirkstoffe beinhalten. Frei verkäufliche Optionen sind unter anderem Benzoylperoxid (BPO) und Salicylsäure – wenn Du Dir mit der Auswahl oder der Dosierung unsicher bist, kann Dir aber auch ein/e Dermatolog*in helfen. 

Wir raten Dir dazu, ein Reinigungsgel oder einen Reinigungsschaum mit den genannten Eigenschaften zu verwenden. Auf Seife solltest Du verzichten, da der sehr hohe pH-Wert die natürliche Schutzbarriere Deiner Haut angreifen kann. Da einige der Wirk- und Inhaltsstoffe Deine Haut leicht austrocknen können, verwendest Du anschließend am besten eine nicht-fettende, wasserbasierte Feuchtigkeitspflege ohne komedogene (Mitesser auslösende) Inhaltsstoffe.

Welche Hausmittel können gegen eitrige Pickel helfen?

Wenn Du Hausmittel gegen Deine Eiterpickel verwenden möchtest, solltest Du Dir vorab immer zuerst bewusst machen, dass die meisten davon keine oder nur eine sehr geringe antibakterielle Wirkung haben. Zu große Effekte solltest Du also am besten nicht erwarten. Zudem ist jede Haut anders – Hausmittel, die bei Anderen scheinbar eine sehr starke Wirkung gegen Pickel zeigen, können bei Dir also auch wirkungslos bleiben. 

Grundsätzlich raten wir Dir dazu, Hausmittel wie Zahnpasta oder Backpulver besser im Schrank zu lassen und vor allem auf möglichst natürliche Mittel zu setzen. Bewährt haben sich beispielsweise:

  • Aloe Vera
  • Heilerde
  • Dampfbäder
  • Teebaumöl

 

Insbesondere Teebaumöl solltest Du nur punktuell auf die Eiterpickel auftragen, da es häufiger Allergien auslösen kann. Generell gilt: Nur weil ein Mittel einen natürlichen Ursprung hat, ist es nicht automatisch gut verträglich für Deine Haut. Am besten testest Du jedes Hausmittel deshalb vorab vorsichtig an einer Stelle an Deinem Unterarm, bevor Du es im Gesicht anwendest. Wenn Du zusätzlich auch Mittel wie Zinksalbe ausprobieren möchtest, raten wir Dir dazu, Dich vorab mit einem/r Dermatolog*in abzusprechen.

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Eitrige Pickel: Welche Auswirkungen haben Ernährung und Lebensstil?

Wenn es darum geht, welche Lebensmittel sich auf das Hautbild und die Entstehung von Pickeln auswirken können, gibt es vor allem zwei Stichworte: glykämischer Index und Milch

Der glykämische Index (GI) ist ein Wertungssystem für Kohlenhydrate in Lebensmittel. Besonders Nahrungsmittel mit einem hohen glykämischen Index lassen den Insulinspiegel und das Wachstumshormon IGF-1 (Insulin-like Growth Factor 1) ansteigen. IGF-1 spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Akne und Hautunreinheiten. Es steigert nicht nur die Androgenwirkung, sondern verstärkt gleichzeitig die Talgproduktion und entsprechend die Entstehung neuer Hautunreinheiten. Lebensmittel mit einem hohen GI sind unter anderem: 

  • Verschiedene Zucker (z. B. Malz-, Traubenzucker & gezuckerte Getränke)
  • Weißer Reis
  • Kartoffeln & Pommes
  • Cornflakes
  • Weißbrot

 

Um die Auswirkungen auf Deine Haut zu testen, streichst Du Lebensmittel mit einem hohen GI am besten für einige Wochen von Deinem Essensplan und hältst die Reaktion Deiner Haut in einem Ernährungstagebuch fest. Gleichzeitig kannst Du auch versuchen, auf Kuhmilch (v. a. Halbfettmilch) und Milchprodukte zu verzichten. Zwar enthält Kuhmilch an sich nur wenige Kohlenhydrate, durch die insulinotrope (= Insulinbildung stimulierende) Wirkung hat sie aber eine fast identische Wirkung auf die Talgproduktion. 

Besonders effektiv können solche Umstellungen sein, wenn Du auch andere Bereiche Deines Lebens in die Behandlung einbeziehst. So kann es sehr wichtig sein, ausreichend Sport zu treiben, um den Blutkreislauf anzuregen und die Haut mit zusätzlichem Sauerstoff zu versorgen. Weitere sinnvolle Schritte sind der Verzicht auf Zigaretten und die Verwendung von Kosmetik- bzw. Make-up-Produkten, die ohne komedogene (Mitesser auslösende) Inhaltsstoffe hergestellt werden.

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