Akne

Akneflecken & Pickelmale

Die Pickel sind längst verschwunden, auf der Haut bleiben aber dunkle, rote Flecken zurück: Wir zeigen Dir, wie Du Pigmentflecken durch Akne wieder loswirst. 

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Inhaltsverzeichnis

Medizinisch geprüft von:

Dr. med. Sarah Bechstein

Fachärztin für Dermatologie

zuletzt aktualisiert am 14. Juni 2023

Was sind Akneflecken und Pickelmale?

Wenn von Akneflecken, Aknemalen oder Pickelmalen gesprochen wird, sind in der Regel postinflammatorische Hyperpigmentierungen (PIH) gemeint. Diese Pigmentflecken bleiben bei Akne häufig nach dem Abheilen von Entzündungssymptomen in Form dunkler, roter oder brauner Punkte auf der Haut zurück. 

Ob und wie viele Pickelmale entstehen, kann von Haut zu Haut sehr unterschiedlich sein. Experten gehen davon aus, dass bei empfindlicher Haut generell auch eine größere Veranlagung für Akneflecken besteht. Zusätzlich sind dunklere Hauttypen stärker betroffen, da Ihre Körper generell mehr Farbpigmente bilden. Auf solcher Haut bleiben eher dunkle Flecken durch Pickel zurück, während es bei heller Haut tendenziell eher zu roten Pickelmalen kommt. 

Pigmentflecken durch Akne: Wie entstehen Pickelmale?

Postinflammatorische Hyperpigmentierungen können durch verschiedene Hautentzündungen entstehen. Bei Akne werden vor allem entzündliche Symptome wie Pickel und Papeln (Knötchen) zum Auslöser. Sie entstehen häufig ab dem mittelschweren Stadium (Akne papulopustulosa), können aber seltener auch bei leichter Akne (Akne comedonica) auftreten. 

Kommt es durch eine Verletzung des Hautgewebes zu einer Entzündung, führt dies zu einer stärkeren Durchblutung und es wird verstärkt Melanin gebildet. Du hast einen Pickel ausgedrückt und es hat sich ein roter Fleck gebildet? Auch diese Art von Verletzung kann Pigmentflecken verursachen. 

Melanin ist unter anderem für die Haar- sowie Augenfarbe verantwortlich und wird in der Haut zum natürlichen Sonnenschutz gebildet. Im Fall einer Entzündung werden die Melanin-Zellen (Melanozyten) dazu angeregt, übermäßig viele Pigmentkörper (Melanosome – sie bilden das Pigment Melanin) auszuschütten, wodurch die dunklen Flecken auf der Haut entstehen.

Wie unterscheiden sich Pickelflecken von Aknenarben?

Narben treten vor allem bei schweren Akneformen auf, wenn eine Entzündung auch die Lederhaut (Dermis) verletzt hat und die Haut nicht mehr vollständig verheilen kann. Der Körper bildet an diesen Stellen ein Ersatzgewebe, das sich als eingesunkene Narbe (atrophe Narbe) oder nach außen gewölbte Narbe (hypertrophe Narbe) vom restlichen Hautbild absetzt. 

Anders als Pickelnarben entstehen die dunklen Pickelflecken auf der Hautoberfläche: Pigmentierungen heben sich also nur farblich von der umliegenden Haut ab. Zu einer Erhebung oder Vertiefung kommt es bei Akneflecken also nicht.

Diagnose: Was hilft gegen meine Flecken?

Akneflecken von anderen Pigmentveränderungen unterscheiden und die passende Behandlung zu finden, ist nicht immer einfach. Bis jetzt! Denn mit FORMEL Skin funktioniert die Hautanalyse & Diagnose ganz einfach per App. 

Erfahrene Ärzt*innen analysieren Deine Haut, stellen eine Diagnose und den passenden Behandlungsplan (inkl. Rezept) für Dich zusammen. Gegen eine einmalige Zahlung von nur 19€ erhältst Du Diagnose und Behandlungsplan innerhalb von 24h* in der App und das Privat-Rezept bequem nach Hause geschickt.

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*Die 24h Diagnose gilt an Werktagen. An Wochenenden und Feiertagen kann es zu längeren Bearbeitungszeiten kommen.

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Tipps für die Behandlung: Wie bekomme ich dunkle Akneflecken weg?

Obwohl uns die braunen und roten Flecken meist optisch stören, müssen Pickelflecken nicht unbedingt behandelt oder entfernt werden. Die dunklen Punkte auf der Haut sind nicht gefährlich. Wenn sie Dich persönlich nicht stören und keine Schmerzen verursachen, kannst Du also auch auf eine Behandlung verzichten. Dermatologischen Rat solltest Du aber einholen, wenn sich die Pickelmale in ihrer Größe bzw. Form verändern oder beginnen, zu jucken. Dann sollte sicherheitshalber überprüft werden, ob es sich eventuell um eine andere Hautkrankheit handelt.

Wie werden Akneflecken dermatologisch behandelt?

Wer online nach einer Möglichkeit sucht, um Pigmentierungen, Akneflecken und Aknemale nachhaltig zu entfernen, findet einige Behandlungsarten, die bei der Nachbehandlung von Aknenarben zum Einsatz kommen. Ziel ist es, Teile der obersten Hautschicht vorsichtig abzutragen bzw. Mikroverletzungen zu setzen und so die Entstehung von neuem Bindegewebe anzuregen: 

  • Microdermabrasion gegen Pickelmale: Kann gegen starke Pickelmale und Aknenarben helfen. Um die Pickelflecken zu entfernen, schleift ein/e Kosmetiker*in oder ein/e Hautärzt*in die Hautoberfläche mit feinen Kristallen ab. Bis Ergebnisse sichtbar werden, benötigt es mehrere Sitzungen.
  • Laserbehandlung gegen Pickelmale: Zur Entfernung von Aknemalen und dunklen Flecken werden auch Lichtimpulse und Laser eingesetzt – erfahrene Dermatolog*innen können mit solchen Geräten die Haut aufhellen.
  • Chemische Peelings (Fruchtsäure) gegen Akneflecken: Um dunkle Flecken und Pickelmale loszuwerden, werden auch chemische Peelings eingesetzt, solche Peelings regen die Zellerneuerung an und tragen gleichzeitig die oberste Hautschicht ab.

 

Das Problem solcher Therapieansätze: Die Wirkung dieser Methoden auf die Pickelmale ist von Haut zu Haut unterschiedlich und die Behandlungen können teilweise sehr teuer werden und lange dauern. Außerdem können manche dieser Methoden die Entstehung von inflammatorischen Hyperpigmentierungen weiter begünstigen.

Welche medizinischen Wirkstoffe helfen gegen Akneflecken?

Alternativ zu invasiven kosmetischen Behandlungen, gibt es Wirkstoffe, die die Produktion von Melanin hemmen und damit die Pigmentbildung verhindern sollen. Medizinische Wirkstoffe und Behandlungsmethoden, die auch zur Behandlung von Akne genutzt werden, können auch dabei helfen, Pickelflecken zu entfernen, bzw. deren Erscheinungsbild deutlich zu minimieren. Diese Wirkstoffe werden in der Regel in einer Creme gegen Akneflecken eingesetzt:

  • Vitamin-A-Säure (Retinoide)
  • Azelainsäure
  • Vitamin C

 

Unser Rat: Verlass Dich lieber nicht auf Empfehlungen aus dem Netz, um Pickelmale loszuwerden, sondern lass Dich bei der Behandlung von Akneflecken am besten individuell von einem/r Dermatolog*in beraten. Er kann Dir nicht nur eine Empfehlung für eine Behandlungsmethode geben, sondern Dir auch eine Einschätzung dazu, welche Erfolge tatsächlich möglich sind.

Die beste Creme gegen Pickelflecken ist übrigens eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 50), die Deine Haut vor Sonnenlicht und UV-Strahlung schützt. Sie verhindert, dass die Haut nachdunkelt und die Hyperpigmentierungen der Haut stärker sichtbar werden.

Akneflecken: Diagnose & Behandlung

Um die passende Behandlung zu finden, solltest Du Dir zunächst sicher sein, um welche Art von Pigmentveränderung es sich bei Dir handelt und welche Wirkstoffe am besten dagegen helfen.

Dein Vorteil bei FORMEL Skin: Das Ärztinnenteam analysiert Deine Haut direkt online und stellt die Diagnose. Indem Du unsere App herunterlädst und den Fragebogen ausfüllst, kann das Ärzt*innenteam Deine Haut über die bewährte Methode der Blickdiagnose untersuchen und auf dieser Basis den passenden Behandlungsplan zusammenstellen. Diagnose, Behandlung und Beratung kommen von Anfang an aus einer Hand.

Für eine einmalige Zahlung von 19 € erhältst Du:

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Wie lange bleiben Pickelmale auf der Haut?

Der beste Tipp, um die dunklen Pickelflecken loszuwerden, lautet: Abwarten. In vielen Fällen werden die Akneflecken und Pickelmale mit der Zeit blasser oder verschwinden sogar vollständig. Wie lange das dauert, die Pickelflecken im Gesicht zu entfernen, hängt immer vom Hauttyp ab und davon, wie groß der farbliche Unterschied zwischen den Akneflecken und dem normalen Hautton ist. Bis dunkle Flecken und Aknemale verschwinden, können deshalb mehrere Monate oder auch Jahre vergehen.

Wie kann ich Pickelmale am besten abdecken?

Da eine Behandlung oft nur schwer möglich ist, spielt für viele Patienten das Abdecken der Pickelmale eine wichtige Rolle. Wichtig ist dabei, dass Du bei der Auswahl des Make-ups darauf achtest, dass es an die Akne angepasst ist und beispielsweise keine komedogenen (Poren verstopfende) Inhaltsstoffe wie Paraffinöl oder Acetylated Lanolin beinhaltet. Nach einer leichten Foundation kannst Du die Pickelmale verdecken, indem Du einen Abdeckstift mit einem feinen Pinsel aufträgst. Zum Fixieren benutzt Du am besten etwas Puder. Sollte es sich um besonders rote Flecken handeln, kann ein grünes Camouflage-Make-up dabei helfen, den stärkeren Farbunterschied auszugleichen.

Wie kann ich Akne- & Pickelflecken vorbeugen?

Einfacher als die dunklen Akneflecken im Nachhinein zu entfernen, ist die richtige Vorbeugung. Zwar lassen sich Pickelmale aufgrund einer postinflammatorischen Hyperpigmentierung nicht mit Sicherheit verhindern, einige Faktoren können jedoch dabei helfen, die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung zu reduzieren. Wichtig ist dabei vor allem, direkte Sonnenstrahlung zu vermeiden.

UV-Strahlung ist zwar nicht der Auslöser der Pickelmale, kann diese jedoch verstärken. Die Pickelmale werden dunkler und können deshalb wesentlich länger brauchen, bis sie anfangen, zu verblassen. Unser Tipp: Halte Dich möglichst aus der Sonne fern und achte selbst an bewölkten Tagen auf ausreichenden Sonnenschutz (am besten LSF 50+). Zusätzlichen raten wir dazu, auf Besuche im Solarium zu verzichten.

Ein weiterer Punkt, der auch für Akne ganz allgemein, aber auch zur Vorbeugung von Pickelmalen gilt: Symptome wie Mitesser und Pickel bitte nicht ausdrücken! Durch die Berührungen und den Druck erhöht sich das Risiko für Entzündungen deutlich, wodurch verstärkt Melanin gebildet wird und es eher zur Entstehung von Pickelmalen kommen kann. Du solltest also besser die Finger von Pickeln und Mitessern lassen, da es schwierig und langwierig sein kann, die Rötungen nach dem Pickel ausdrücken, wegzubekommen.

Mit der richtigen Aknebehandlung Pickelflecken verhindern

Akneflecken und Pickelmalen wird am effektivsten entgegenwirkt, wenn die Akne frühzeitig richtig behandelt wird. Wir raten dazu, bei der Aknetherapie einen möglichst ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen. Dabei nehmen einerseits die dermatologische Behandlung mit klinisch getesteten Wirkstoffen und Akne-Medikamenten, aber auch die richtige Hautpflege, verschiedene Lebensstilaspekte (z. B. Stressreduktion) und eine an die Akne angepasste Ernährung (z. B. Kuhmilchalternativen) eine wichtige Rolle ein. Mit der Linderung der Symptome wird auch die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung von Akneflecken und Pickelmalen geringer.

Häufig gestellte Fragen

Hast Du eine medizinische Frage? Wir haben die passende Antwort.

Hier erfährst Du alles, was Du über Deine Behandlung, allergische Reaktionen oder Deine Routine wissen musst.

Akneflecken, Aknemale oder Pickelmale meinen in der Regel postinflammatorische Hyperpigmentierungen (PIH). Diese Pigmentflecken bleiben bei Akne häufig nach dem Abheilen von Entzündungssymptomen in Form dunkler, roter oder brauner Punkte auf der Haut zurück. Ob und wie viele Pickelmale entstehen, kann von Haut zu Haut sehr unterschiedlich sein.
Bei schweren Akneformen treten häufig Aknenarben als Folge der Entzündungen auf. Wurde die Lederhaut (Dermis) verletzt und kann die Haut nicht mehr vollständig verheilen, bildet der Körper an dieser Stelle ein Ersatzgewebe, das sich als eingesunkene (atrophe) oder nach außen gewölbte (hypertrophe) Narbe vom übrigen Hautbild absetzt. Die Pigmentierungen heben sich dagegen nur farblich von der umliegenden Haut ab.
Prinzipiell sind die durch Akne hervorgerufenen Male nicht gefährlich, jucken oder schmerzen nicht. Daher müssen sie aus medizinischer Sicht nicht zwangsläufig entfernt werden. Sollten sich die Akneflecken in ihrer Größe bzw. Form jedoch verändern, sollte ein Dermatologe zu Rat gezogen werden, um eine andere Hautkrankheit auszuschließen.
Methoden wie Microdermabrasion, Laserbehandlung und chemische Peelings werden häufig als Möglichkeiten der Behandlung genannt und kommen oft bei der Nachbehandlung von Akne zum Einsatz. Die Wirkung dieser Methoden ist jedoch von Haut zu Haut unterschiedlich. Alternativen sind Cremes, die die Produktion von Melanin hemmen und so die Pigmentbildung verhindern.
Durch direkte UV-Strahlung werden Aknemale dunkler und brauchen wesentlich länger, um zu verblassen. Daher sollte die Haut ausreichend mit Sonnenschutz versorgt werden. Außerdem sollten Symptome wie Mitesser und Pickel nicht durch Ausdrücken bekämpft werden, da die Berührungen Entzündungen hervorrufen können, die Melaninproduktion durch den Druck verstärkt wird und Pickelmale so eher entstehen.

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